Weg zum Krematorium
Weg zum Krematorium

Bereits zum 3. Mal unternahmen unsere 8.Klässler im Rahmen der Juventus-Vorbereitungen eine Exkursion nach Buchenwald. Auch in diesem Jahr sahen sie sich am Vorabend die Neuverfilmung des Romans "Nackt unter Wölfen" an. Sehr beeindruckt von den Ereignissen im Film fuhren beide 8. Klassen in Begleitung von Pfarrer Pra, Frau Handloike, Frau Reinicke und Herrn Heiler am 17.02. zur Gedenkstätte nahe Weimar.

Der sehr kalte und trübe Februartag verstärkte die bedrückende Stimmung vor Ort. Pfarrer Pra gestaltete eine sehr anschauliche und lebendige Führung durch das ehemalige Konzentrationslager. Sichtlich beeindruckt und sehr diszipliniert betrachteten die Schülerinnen und Schüler die Orte, die sie bereits aus dem Film, der zum Teil an Originalschauplätzen gedreht war, kannten: Das Tor mit der Inschrift "Jedem das Seine",die Arrestzellen, den nachgebauten "Pferdestall" und das Krematorium. Die Dimension des Lagers konnte man nur noch erahnen angesichts der Weite der Anlage, Häftlingsbaracken sind nicht mehr erhalten und wurden vollständig abgerissen.

Höhepunkt der Besichtigung war aber die Ausstellung, konnten die Schülerinnen und Schüler hier der Geschichte besonders nah sein. Sehr berührend waren die Einzelschicksale, die dargestellt wurden, die Kleinigkeiten, die von den Häftlingen erhalten geblieben sind: kleine Schnitzerein, Kleidung, Essschüsseln. Trotz der Trostlosigkeit ihrer Lage gaben viele nicht auf, bauten sich im Verborgenen ein Lagerleben auf und hofften auf Befreiung. Für Tausende blieb es Hoffnung, wie wir leider wissen. Ein 8. Klässler äußerte ein beklemmendes Gefühl "zu laufen, wo die vielen Toten gelegen hatten".

Das Unfassbare, fassbar machen und das Unbegreifliche versuchen zu begreifen: "Gegen das Vergessen" hatte eine andere Schulklasse auf einem kleinen Stein im Krematorium hinterlassen. Es liegt an uns, dass das Schicksal der Menschen damals, ihr qualvolles Leben und ihr sinnloser Tod nie vergessen werden und das sich die Geschichte nie wiederholt.