Juventus 2018
Juventus 2018

Am 12. Mai 2018 war er endlich da: unser Tag. DER Tag, auf den wir uns monatelang vorbereitet hatten, DER Tag, der aus uns Kindern junge Erwachsene machen sollte. Und so wurden wir als 3. Jahrgang unserer Schule in der Gustav-Adolf Kapelle in Lützen symbolisch in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Natürlich waren wir nicht über Nacht erwachsen geworden. Schade oder zum Glück? Auch wenn wir es manchmal herbeisehnen, alle Freiheiten zu haben, die man als Erwachsener hat, so wollen wir doch tief in Innern noch recht lange Kind bleiben und eben nicht so viel Verantwortung tragen müssen, wie unsere Eltern. Und Erich Kästner sagte einmal: „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein glücklicher Mensch.“  Toll, wenn uns irgendwann auch diese Mischung gelingt. 

Vor der Kapelle gab es extra für uns einen roten Teppich, schließlich waren wir an diesem Tag die Hauptpersonen. Fast ein bisschen filmreif, denn alle hatten auch ein ungewohnt elegantes Auftreten und einige waren wirklich kaum wiederzuerkennen. 

Wir alle waren sehr sehr aufgeregt, als wir die Kapelle betraten, in der schon unsere Familien auf uns warteten. 

Die Feierstunde an diesem Samstag war der bedeutendste Moment für uns alle. Herr Mende moderierte die Veranstaltung. Es gab einige Reden und zum Nachdenken anregende Musikstücke der Band TrioB. Herr Hinz, unser stellvertretender Schulleiter, begann mit ergreifenden Worten, die besonders bei unseren Eltern und Großeltern Erinnerungen an die Zeit weckten, als sie damals so alt waren, wie wir heute. Auch Herr Erben, Mitglied des Landtages richtete wegweisende Worte an uns Jugendliche. 

Dann wurden wir in zweier und dreier Gruppen nach vorn gerufen. Für jeden wurde ein Spruch seiner Eltern vorgelesen und jeder bekam von der Schule einen Bildband vom Burgenlandkreis mit Widmung von Landrat Götz Ulrich, eine Orchidee und von der Sparkasse 25€.  Der Bürgermeister Herr Weiß gratulierte jedem einzelnen und überreichte jedem einen USB-Stick als kleines Präsent.  Florence Goblirsch und ich bedankten uns stellvertretend für alle Juventus-Teilnehmer bei denen, die diesen Tag möglich gemacht hatten mit einer kleinen Rede, die wir gemeinsam mit einigen Mitschülerinnen und Mitschülern geschrieben hatten. Nachdem alle Geschenke verteilt und alle Redner zu Wort gekommen waren, gab uns Pfarrer Pra seinen Segen mit auf den neuen Lebensweg. 

Andächtig und vielleicht auch etwas nachdenklich schritten wir aus der Kapelle hinaus. Draußen wurden noch Fotos geschossen und jeder der Juventiner ließ einen gelben oder blauen Ballon steigen. Damit war der offizielle Teil abgeschlossen und wir konnten den restlichen Tag mit unseren Familien und Freunden feiern.

 

Frederike Reinicke, 8a

 

(Fotos: Jörg Littmann)